Ein Tag in Köln bei Nancy Ebert

in Köln, germany

Es gibt Menschen, deren Arbeit einen über Jahre begleitet, ohne dass sie es überhaupt wissen. Menschen, die inspirieren, motivieren und zeigen, dass Fotografie so viel mehr sein kann, als schöne Bilder. Für mich gehört Nancy Ebert genau zu diesen Menschen.

 

Seit ich selbst als Fotografin arbeite, verfolge ich ihre Arbeit. Ihre Bilder haben mich schon immer fasziniert. Sie sind kreativ, emotional und vor allem unverwechselbar. Nancy hat ihren ganz eigenen Stil gefunden – etwas, wonach sich wahrscheinlich viele Fotografen sehnen.

Schon immer wollte ich sie mal persönlich kennenlernen und hoffte insgeheim mal ein Coaching bei ihr zu haben. Im März durfte ich mir diesen Wunsch endlich erfüllen.

Es ging nicht um Kameras oder Einstellungen. Vielleicht erwarten viele bei einem Fotografie-Coaching Tipps zu Kameraeinstellungen, Lichtsetzung oder Bildbearbeitung. Natürlich hätte Nancy mir auch dabei unglaublich viel beibringen können. Doch genau darum ging es an diesem Tag gar nicht.

Wir sprachen über Kreativität. Über den Mut, Dinge anders zu machen. Über den Druck, immer alle Erwartungen erfüllen zu wollen. Und darüber, wie leicht man als Selbstständige irgendwann vergisst, warum man überhaupt einmal mit der Fotografie angefangen hat.

Diese Gespräche haben bei mir viel ausgelöst. Kreative Freiheit bedeutet auch, Nein sagen zu dürfen. Gerade in der Hochzeits- und Familienfotografie möchte man seine Kundinnen und Kunden glücklich machen. Man möchte Erwartungen erfüllen, niemanden enttäuschen und am liebsten jedem Wunsch gerecht werden. Doch irgendwann merkt man, dass dabei etwas verloren gehen kann.

 

Die eigene Handschrift.

Die eigene Kreativität.

Der Spaß daran, einfach mal etwas auszuprobieren.


Nancy hat mich daran erinnert, dass genau darin das größte Wachstum steckt. Nicht darin, ständig alles perfekt machen zu wollen, sondern den Mut zu haben, den eigenen Ideen zu vertrauen.

Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben – sinngemäß: Es gibt Situationen, in denen wir eigentlich nichts zu verlieren haben, sondern nur gewinnen können. Genau dieses Gefühl habe ich mit nach Hause genommen.

 

Einfach machen


Manchmal braucht es jemanden von außen, der einem erlaubt, wieder auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Nicht jeder Trend muss mitgemacht werden. Nicht jedes Bild muss aussehen wie auf Pinterest. Nicht jede Idee muss vorher hundertmal durchdacht werden.

 

Einfach machen.

Ausprobieren.

Wachsen.


Seit diesem Coaching versuche ich immer wieder, meiner eigenen Kreativität bewusst Raum zu geben. Nicht nur bei freien Projekten, sondern auch bei meinen Shootings. Denn ich bin überzeugt, dass genau dort die Bilder entstehen, die wirklich berühren.

 

Neben all den inspirierenden Gesprächen durfte ich an diesem Tag auch zwei unglaublich herzliche Menschen kennenlernen. Nancy Ebert und ihr Mann Julian Weise haben mich mit einer Offenheit empfangen, die den ganzen Tag besonders gemacht hat. Es fühlte sich nie wie ein klassisches Coaching an, sondern vielmehr wie ein ehrlicher Austausch unter Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen.


Als ich am Abend in mein Hotel gefahren bin, war ich fast ein wenig traurig, dass dieser Tag schon vorbei war. Gleichzeitig war ich voller Energie, neuer Ideen und Motivation.


Mein Fazit: Dieses Fotografie-Coaching hat meine Kamera nicht verändert aber meinen Blick auf die Fotografie. Es hat mich daran erinnert, warum ich fotografiere. Warum Kreativität Zeit braucht. Warum Mut oft der erste Schritt zu den schönsten Bildern ist und warum es sich lohnt, immer wieder aus der eigenen Komfortzone herauszugehen.


Liebe Nancy, danke für diesen besonderen Tag und für all die Gedanken, die bis heute nachwirken.


Ich hoffe sehr, dass sich unsere Wege irgendwann wieder kreuzen.


Diese Bilder sind in ihrem wundervollen Atelier entstanden

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